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St. Antonius Kapelle Rahm
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Das genaue Datum der Errichtung der Rahmer St. Antonius Kapelle ist nicht bekannt.

Aus einer Bittschrift aus dem Jahre 1804, welche die Rahmer wegen der Erhaltung der Kapelle und der Gottesdienste an den Bischof von Aachen richteten, geht hervor, das der Bischof von Roermond den Vorfahren bereits vor 300 Jahren gestattet habe, den Gottesdienst einzurichten.

Sie setzten also selbst den Bau der ersten Kapelle ungefähr auf das Jahr 1500.

Diese Zeit wird auch wohl richtig sein, denn von 1400 – 1500 sind die meisten Antonius – Kapellen in der Vogtei erbaut worden.

Ob hier in Rahm schon vorher eine Kapelle bestand, wird wohl immer unbekannt bleiben.

In der zurückliegenden, bewegten Geschichte wurde die Kapelle mehrmals teil- bzw. vollständig erneuert. Darüber geben vorliegende Kirchenrechnungen Auskunft.

Im Zuge der Raubkriege unter Frankreichs König Ludwig XVI kamen auch einige Reiter nach Rahm, wo sie am 25. Nov. 1672 Höfe brandschatzten, die verschlossene Tür zur Kapelle aufbrachen und ihrer Zerstörungswut freien Lauf ließen.

Im Jahre 1767 entschloss man sich, weil die Kapelle baufällig geworden war, zu einem Neubau.

Mit der Französischen Revolution und der Ankunft der Franzosen am Niederrhein, hat eine neue Zeit begonnen.

Der Niederrhein kam in die Republik und später in das Kaiserreich Frankreich.

Nach einem Vertrag Napoleons von 1801 mit Papst Pius VII erfolgte eine Neuordnung der Kirche am Rhein.

1802 wurde die Diözese Aachen gegründet, dem das Gelderland zugeschlagen wurde, das bis dahin dem Bischof von Roermond zugehörig war.

Noch kein Jahr nach dem Vertragsabschluss brach Napoleon diesen und verfügte (9.06.1802) das alle Klöster und geistlichen Kongregationen aufgehoben und zugunsten der Staatskasse verkauft werden.

Auch die kleinen Kapellen in den Bauernschaften waren durch den Befehl betroffen.

Sie sollten abgebrochen und der Besitz verkauft werden.

Dieses Unglück traf zuerst die Kapelle in Kengen.

Das selbe Schicksal drohte der Rahmer Kapelle. Doch die Rahmer wehrten sich tapfer. Durch Einschaltung verschiedener Advokaten und benachbarter Pfarrer wurden von

Januar – November 1804 verschiedene Bittschriften an den Bischof von Aachen geschrieben.

Die wiederholten Bitten und der Umstand, das der Pfarrer von St. Tönis diese seinem Verwandten, dem bischöflichen Sekretär eingereicht wurden, hatten Erfolg.

Die Kapelle aber und der Grundbesitz gingen in den Besitz der Pfarrkirche von Aldekerk über.

1876, erst knapp 100 Jahre alt, war die Kapelle schon wieder baufällig.

Es wurde erneut ein Neubau beschlossen.

Die Kriegswirren des 2. Weltkrieges hatte die Kapelle heil überstanden.

1967/68 wurde die Kapelle völlig renoviert.

Die Verwaltung der Kapelle oblag schon immer einem Kirchmeister, dessen Aufgabe es war neben der Kassenführung, für die Instandhaltung zu sorgen, Handwerker zu bestellen, auswärtigen Handwerkern Kost und Logis zu gewähren und vieles mehr.

Am Fest des Hl. Antonius oder auf der Kirmes hatte er den diensttuenden Geistlichen und Messdienern zu beköstigen.

Zum Kirchmeister wird heute benannt, wer in der St. Antonius-Bruderschaft im jeweiligen Amtsjahr am längsten verheiratet ist.

Die St. Antonius Kapelle präsentiert sich als historisches Schmuckstück in unserer niederrheinischen Landschaft und zeugt von Gläubigkeit und Heimatsinn unserer Bevölkerung.

Seit Generationen liegt die St. Antonius Kapelle den Rahmern am Herzen.

Eng verbunden mit der Rahmer und der Rahmer Kapellengeschichte ist die seit 1429 bestehende Antonius Bruderschaft.

Wie zu lesen, ist es möglich, dass die Bruderschaft eher da gewesen ist, als die Kapelle und das diese hauptsächlich den Bau der Kapelle und die Errichtung des Gottesdienstes betrieben haben.

Monatsmesse
Regelmäßig am letzen Freitag im Monat um 19:30 Uhr findet eine Hl. Messe statt.

 


Im Inneren der Antonius Kapelle
maria Links vom Altar befindet sich die Statue der Königin des Friedens, daneben ein Ölgemälde mit gleichem Motiv. Statue und Bild zeigen dem Betrachter Maria mit dem Kind, auf dem Haupt eine Krone und in der Hand ein Zepter. Zumindest die Statue stammt vermutlich aus dem Jahre 1747, dem möglichen Gründungsjahr der Gebetsbruderschaft der es bis heute ein Anliegen ist, neben der Verehrung der Gottesmutter Maria, für den Frieden zu beten.

 

Rechts vom Altar in der Mauernische steht der Hl. Antonius. Die bildhaften äußeren Zeichen an denen der Heilige erkennbar ist, sind ein Schwein, ein Glöckchen, das T-Kreuz auf seiner Kutte wie auch der T-förmige Krückstock. Der Hl, Antonius, auch Ferkes Tön genannt, ist der Schutzheilige der Bauern und ihrer Nutztiere, der Sauhirten und Metzger und gilt als Schutzheiliger gegen Seuchen. Der 17.Januar ist der Gedenktag des Heiligen Antonius, auch Antonius Abbas oder Antonius der Eremit genannt. Er wurde in der Mitte des 2 Jahrh. In Mittelägypten geboren. Antonius

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