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St. Peter und Paul Aldekerk
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Pfarrkirche der neuen Pfarrgemeinde St. Dionysius Kerken

Diese Kirche, die mit ihrem Namen auch das Dorf benennt, ist in ihrem Innern wie die Blüte einer Seerose, die in ihrer wundersamen Pracht eigentlich nur Weniges darstellt auf dem schwimmenden Blattwerk an der Wasseroberfläche, verglichen mit ihrem gewaltigen Schlingenwerk in Wasser und Schlammboden.
Wer diese Kirche besucht und ihr Inneres mit suchendem Blick, mit aufgeschlossener Seele betrachtet, entdeckt die Formenpracht und Fülle der Elemente dieser wunderschönen Blüte. Werden im Auf-bau dieses Gotteshauses in heutiger Gestalt Stiel und schützendes Blattwerk sichtbar, so zeigt sich die grandiose Fülle ihrer Blütenpracht in ihren Altären, Figuren, Glasfenstern, Wandbildern und Gewölbeausmalungen, in Orgel, Kanzel und in der ganzen funktionalen Ausstattung.

Josef Wilmsen, Pfarrer in Aldekerk von 1972 bis 2001

1067 wird in einer Urkunde eine „ecclesia in gelre„ erwähnt, die sowohl Aldekerk als auch Nieukerk für sich beanspruchen. Eine ecclesia antiqua (ALDE KERK) wird zum ersten Mal 1218 erwähnt. Im Jahr 1218 erhält die Aldekerker Kirche das Tauf- und Begräbnisrecht. Spätestens seit 1274 ist sie mit der Ernennung eines eigenen Pfarrers und der Festlegung der Pfarrgrenzen selbständig. Seit 1821 gehört sie zum Bistum Münster.
Der heutige Kirchenbau geht auf eine Kirche des frühen 15. Jahrhunderts zurück, die in den folgenden Jahrhunderten mehrfach zerstört und wiederaufgebaut wurde.
Die im Kern spätgotische Kirche besitzt aufgrund einer ab 1863 durchgeführten, umfassenden Restaurierung und einer Erweiterung um ein Joch mit dem Kirchturm (1890) ein unverkennbar neugotisches Erscheinungsbild.

Die Ausstattung wird von führenden Künstlern der Neugotik geschaffen. Die großformatigen Gewölbe- und Wand- sowie die dezenten Rankenmalereien stammen von J. Rensing (1875) und insbesondere dem Stummelschüler Gerh. Lamers (1909-1914) und erstrecken sich nahezu über den gesamten Innenraum, wobei der Chorraum besonders aufwendig dekoriert wurde.

Die Fenster 1905/14 (W. Derrix, Glasmalerei) und Friedr. Stummel (Entwürfe) ergänzen das gemalte Bildprogramm und sind in ihrer Farbgebung und Leuchtkraft beeindruckend.
Im 2. Weltkrieg bleibt das Dorf Aldekerk nahezu von großer Zerstörung verschont, die Kirche unbeschädigt.

Von 1975 bis 1977 wird das Innere der Kirche völlig renoviert. Sie erhält einen neuen Anstrich, die Ausmalungen werden wieder hervorgeholt (1956 waren Wände und Ausmalungen weiß überstrichen worden).
U.a. werden der Zelebrationsaltar nebst Ambo und Priestersitz vom Künstlerehepaar
Kubach-Wilmsen aufgestellt, eine neue Heizungsanlage wird installiert und eine neue Orgel eingebaut.
Bei einem Krippenbrand 1989 werden Kirche und Kunstwerke beschädigt und rußbe-schmutzt, doch können alle Schäden behoben werden.
Die neugotischen Altäre, Haupt-, Marien- und Annaaltar, werden nach dem Vorbild spätmit-telalterlicher Schnitzaltäre geschaffen.

Den Hauptaltar fertigen 1905 die niederrheinischen Künstler Gebr. Tenelsen, H. Brey, H. Holtmann.

Ist der Altar geöffnet, veranschaulicht er das Kreuzopfer Christi. Bei geschlossenem Altar zeigen Bildtafeln das dreifache Amt Christi: Lehramt, Hirtenamt und Priesteramt. Die Fenster zeigen die Darstellung der von Heiligen verehrten Dreifaltigkeit.

Im Marienaltar (F.Perey, Kempen, 1881) steht herausgehoben die Gottesmutter mit dem Kind. Die Innenfelder enthalten Relief-Darstellungen aus dem Marienleben.
Die Flügelbilder bei geschlossenem Altar zeigen die Darstellung im Tempel sowie eine Szene der hl. Familie
(H. Holtmann).
Die Malerei und die Fenster im Marienchor sind auf das Marienthema abgestimmt.

 
Der Annaaltar wird 1888 von dem Bildschnitzer Ferdinand Langenberg (Goch), der auch das Rosenkranzaltärchen (1. Pfeiler rechts) schuf, angefertigt und 1912 von Peter Jansen vergoldet und bemalt.
Im Mittelpunkt steht die Darstellung der Anna Selbdritt. Die Flügelbilder mit Szenen aus dem Leben der Eltern Mariens malte Friedr. Stummel. Über dem Altar ist der Stammbaum Jesu (Wurzel Jesse) zu sehen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Der älteste Gegenstand, der Taufstein, stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde wohl aufgestellt, als Aldekerk 1218 das Taufrecht zugesprochen wurde.
Das achteckige Taufbecken aus Blaustein wird getragen von vier auf dem Rücken liegenden Schweinen (Symbole des Unreinen).

Das Chorgestühl im Ursprung als „Singebank„ aufgestellt und die Kanzel stammen aus der Mitte des 17. Jahrhunderts.

Die 14 Kreuzwegstationen im Nazarener-Stil (Öl auf Kupfer, etwa 1910) stammen aus der Schule Fr. Stummel.
Die Pfeilerfiguren im Mittelschiff (Pfarrpatrone und Evangelisten) sowie die in den Seitenschiffen (Namenspatrone der Bruderschaften und Vereine) sind aus dem 17./18. Jahrhundert.

Der Marienleuchter wird 1863 vom Gold-schmied Hellner aus Kempen geschaf-fen. Die acht Kronleuchter entstehen 1907 in der Schmiedewerkstatt van Gem-mern aus Aldekerk
Der meist original erhaltene Fußboden (Platten von Villeroy & Boch) wird 1904 verlegt.

Eine 1869 vom Orgelbauer Rütter (Kevelaer) aufgestellte Orgel wird bei der Innenrenovierung im Jahr 1977 von der Werkstatt Speith aus Rietberg nach einem von Heinz van Hall und Heinz Brauers entworfenen Orgelprospekt erneuert und erweitert.

Die dreimanualige Orgel hat 42 Register mit ca. 3000 Pfeifen und eine elektronische Spiel- und Registertraktur. 2009 konnte die Orgel um ein spanisches Trompetenwerk ergänzt werden.

4 eiserne Glocken hängen seit 1949 im Turm der Kirche, nachdem die alten aus Bronze 1942 zu Kriegsmaterial umgegossen wurden: die Peter- und- Paul- Glocke (1900 kg), die Marienglocke(1600 kg), die Michael- Glocke(1300 kg) und die Joseph- Glocke(1000 kg).

Quelle: Kirchenführer erstellt von Heinz Brauers u. Manfred Körfer

 

 

 

 

Nachfolgend werden hier noch einige Aufnahmen gezeigt, die von C. Kutasi aufgenommen wurden. Die Aufnahmen wechseln ggf. nach Jahreszeit.

2017 06 05 D 47647 Aldekerk Marktstraße Ökumenischer Gottesdienst am Pfingstmontag 0005acv2017 06 05 D 47647 Aldekerk Marktstraße Ökumenischer Gottesdienst am Pfingstmontag 0013acv

Kirchenführung

Infos und Terminabsprachen
- 02833/576964-50 (Pfarrbüro Aldekerk) oder
- 02833/4464 (Günter Bossmanns).

Mit Kirchenführungen in unserer Pfarrkirche St. Peter und Paul Aldekerk möchten die Pfarrgemeinde die Kirche wieder stärker in das Bewußtsein der Menschen rufen. Angesprochen sind Gruppen, aber auch Einzelpersonen. Die Führung dauert 45 Minuten und gibt einen umfassenden Einblick in die Geschichte einer der schönsten Kirchen am Niederrhein. Mit einem Kirchenführungstermin kann allen, die sich mit der Pfarrkirche in Aldekerk in unserer kath. Kirchengemeinde St. Dionysius Kerken verbunden fühlen,eine Freude bereitet werden.  

Die Führung ist kostenlos - Spenden für die Bauunterhaltung des Gotteshauses sind willkommen.

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